Lüneburg: Ein Musical erzählt "La Bohème" neu

LÜNEBURG -

Drogen und Aids, Toleranz und Gleichberechtigung: Das Musical "Rent" erzählt die Geschichte von Puccinis Oper "La Bohème" - in die Gegenwart versetzt. Seit 1996 läuft das Stück am Broadway, erhielt den Pulitzer-Preis als "Best Drama" und wird jetzt von dem Verein MusicaLaune nach Lüneburg geholt. Premiere ist Freitag, 28. März, in der Herderschule.

Schüler, Studenten, Sänger des Extra-Chors im Theater Lüneburg und Tänzer: Bei "MusicaLaune" kommen Menschen zusammen, die eines gemeinsam haben - die Freude an Theater und Musical. Begonnen hatte alles im Herbst 2005, als eine Gruppe Kreativer das Stück "Joseph and the amazing technicolor dreamcoat" in Bienenbüttel aufführte - dreimal sogar vor ausverkauftem Haus. Bianca Stüben, Matthias Stelling und Lorenz Mehl gründeten daraufhin den Verein MusicaLaune. Es folgte 2006 das Musical "Fame", und jetzt kommt "Rent". Es ist die Geschichte einiger junger New Yorker, die gegen den bevorstehenden Abriss ihres Hauses protestieren wollen. Mimi ist drogenabhängig und strippt im Nachtclub, Roger hat Aids, der Transvestit Angel lebt mit seinem Partner Tom Collins zusammen, das lesbische Pärchen Maureen und Joanne zanken permanent. "Im Vordergrund stehen Toleranz, Gleichberechtigung und die Devise ,Carpe Diem'", erklärt Marina Mylnikow aus dem MusicaLaune-Team. "Weil wir auf das Thema HIV aufmerksam machen wollen, kooperieren wir mit der Aids-Hilfe Lüneburg."

Premiere feiert "Rent" am Freitag, 28. März, in der Herderschule. Weitere Vorstellungen sind am Sonnabend, 29. März, in der Herderschule sowie am Freitag und Sonnabend, 4. und 5. April, in der Ilmenauhalle Bienenbüttel. Beginn ist jeweils um 20 Uhr, Eintritt zwölf Euro.
carol

erschienen am 27. März 2008

Url des Artikels: http://www.abendblatt.de/daten/2008/03/27/862636.html

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